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Sainte Adèle, 24. März 2012
Gestern sind Janis und ich in Sainte Adèle angekommen, wo in diesem Frühling das Treffen des “Plein Air Ensembles” stattfindet. Da das Wetter einfach traumhaft war, trafen wir uns mit unserer Freundin Hélène und suchten uns direkt einen Platz zum Malen. Wir stoppten am Ufer des “Riviere du Nord” (Nordfluß).
Während wir unsere Sachen auspackten, stellte ich fest, daß ich meinen Mantel, den ich immer zum Malen anziehe, vergessen hatte. Das bedeutete, daß ich in meiner guten Winterjacke malen mußte. Glücklicherweise war es warm genug, daß ich ohne Jacke auskam.
Beim Check-in ins Hotel “Le Chantecler” waren Janis und ich angenehm überrascht, daß uns nicht nur ein Zimmer, sondern auch noch ein Ess-/Wohnzimmer mit Kamin und zwei Badezimmern zugeteilt wurde.
Das Abendessen im Hotelrestaurant war ebenfalls fantastisch: ein Viergangmenü, das nicht nur gut schmeckte, sondern auch wunderschön auf dem Teller präsentiert war. Der einzige Nachteil: Das Abendessen dauerte drei Stunden.
Heute gingen wir zum “Parc Doncaster”, wo wir einige bildschöne Plätze zum Malen sahen. Leider war das Wasser des Flusses aber so hoch, dass wir unsere Staffeleien dort nicht aufstellen konnten. Als wir schließlich eine geeignete Stelle fanden, mußten wir alles Unnötige aus unserer Tasche nehmen und unsere Sachen den langen Weg durch den nassen Schnee, der den größten Teil des Weges bedeckte, ziehen oder tragen. Immerhin hatten wir dann jedoch einen fantastischen Blick auf den brausenden Wasserfall. Ich habe an dieser Stelle zwei Bildern gemalt: eins ist mehr oder wenig fertig, das zweite bedarf noch etwas Arbeit, da ich am späten Nachmittag doch ziemlich kalt wurde. Die Sonne kam den ganzen Tag nicht zum Vorschein, und die Luft in der Nähe des Wasserfalls war naßkalt.
Glücklich, aber erschöpft kamen wir wieder im Hotel an, wo wir uns etwas ausruhten, bevor wir uns auf des fantastische mediterrane Buffet stürzten. Das Hotel ist ein echter Bonus, da unsere Gruppe normalerweise in Ferienhaussiedlungen und Herbergen übernachtet. Das Gebäude ist aber nichts für Leute mit Orientierungsschwierigkeiten: Das Restaurant und die Rezeption befinden sich im Erdgeschoß und die anderen Etagen befinden sich darunter, auch wenn sie sich eigentlich einige Etagen oberhalb des Erdbodens befinden.
Abends sahen wir uns einen Dokumentarfilm über den kanadischen Maler Riopelle an, bei dem eine Teilnehmerin unserer Gruppe die Regie geführt hatte. Der Film war nicht nur sehr interessant, sondern auch sehr humorvoll. Mal sehen, was es morgen gibt. Es soll morgens regnen, aber nach zwei Tagen mit trockenem Wetter haben wir schon jetzt besseres Wetter als bei irgendeinem der bisherigen Plein Air Ensemble Trips gehabt, an denen ich teilgenommen habe.
25. März 2012
Heute hat es bis zum frühen Nachmittag immer wieder geregnet. Hélène, Janis und ich machten uns dennoch auf den Weg. Wir fuhren nach Estérel, wo sich der wunderschöne Lac (See) Masson befindet. Allerdings konnten wir nirgends einen Platz finden, wo wir hätten anhalten und malen können, weil die Seitenstreifen so schmal waren und die guten Aussichten auf den See nur von den Häusern der Reichen zu sehen waren. Schließlich fanden wir einen kleinen Park, den Parc Thomas-Louis Simard, der sich an einem See befindet. Wir stellten unsere Staffeleien auf, aber das Malen war eine Herausforderung, da es sehr nebelig war und die Luftfeuchtigkeit so hoch war, daß Wassertropfen meine Leinwand hinunter rollten, obwohl ich unter einem Schirm stand. Ich hob mehr Ölfarbe von der Leinwand als ich auftrug. Sehr frustrierend. Nach dem Mittagessen lockerte es etwas auf und ich war endlich in der Lage, die wesentlichen Punkte meiner Landschaft farblich festzuhalten. Zu mehr kam ich nicht, denn Janis hatte an diesem Punkt bereits ihr Bild fertig gestellt, und Helene beschloss, ihr Bild abzuwischen. Da es uns allen ziemlich kalt war, beschlossen Janis und ich ins Hotel zurückzukehren und uns im Whirlpool aufzuwärmen.
Heute abend nach dem Abendessen sahen wir uns drei Dokumentarfilme über die kanadischen Landschaftsmaler Casson, Tom Thomson sowie die „Group of Seven“ an. Sehr interessant und inspirierend.
Da die Sonne direkt vorm Abendessen auftauchte, hoffen wir für morgen auf einen sonnigen Tag
26. März 2012
Zeit unsere Sachen zu packen. Morgen geht es wieder nach Hause. Wir hatten heute einen wundervollen, sonnigen Tag - perfektes Fotowetter. Leider war es aber so unheimlich windig, dass Janis und ich erst nach dem Mittagessen einen Platz fanden, an dem wir malen konnten, ohne in Stücke gerissen zu werden.
Da es heute morgen sehr kalt war, beschlossen wir Richtung Val David zu fahren. Von dort fuhren wir weiter auf dem Ch. Masson nach Ste. Lucie des Lauretides. Kurz bevor wir auf die Landstraße 329 trafen, sahen wir einen riesigen Felsen aus einem winzigen See herausragen, den wir einfach malen mußten. Es gelang uns, unsere Sachen so aufzustellen, dass wir recht geschützt waren. Dennoch mußten wir unsere Leinwände samt Staffelei festhalten, wann immer ein Windstoß kam.
Voll frischer Energie wollten wir danach noch nicht wieder zum Hotel zurückkehren, sondern fuhren zum Wasserfall des “Riviere du Nord“ in Ste. Adèle, etwas weiter flußabwärts als am ersten Tag. Das Rauschen des Wassers hypnotisierte mich. Ich konnte mich gar nicht von der Szene trennen, selbst als Janis bereits alles eingepackt und bereit zur Rückkehr war - sie ist stets wesentlich schneller als ich und hat in der Regel zwei Bilder in der Zeit fertig, die ich für eins benötige - und trotz der heftigen Windböen, die mich zwangen, meine Staffelei und mein Bild krampfhaft festzuhalten. Es war so windig, dass ich tatsächlich an einem Punkt mit meinem Regenponcho weggeweht wurde.
Zurück im Hotel fanden wir heraus, dass wir die einzigen waren, die dem Wind getrotzt hatten und den ganzen Tag draußen geblieben waren. Kinder zu haben, fördert eben die Ausdauer. Zudem möchte man natürlich die kurze Zeit, die man für sich selbst hat, voll nutzten.
Nach dem Abendessen hatten wir dann Gelegenheit die Werke aller Teilnehmer zu bewundern. Es gefällt mir, zu sehen, was die anderen in den letzten Tagen geschaffen haben, wo sie waren und was sie interessiert hat. Es ist faszinierend, die eigenen Werke mit denen derjenigen zu vergleichen, die sich die gleichen Stellen ausgewählt haben. Manchmal ist ihre Interpretation der Landschaft so völlig unterschiedlich von der eigenen und manchmal so ähnlich, dass ich eines von Janis‘ Bildern doch glatt für mein eigenes gehalten habe. Wie lustig!
Es war eine tolle Reise. Die Unterkunft war einfach ausgezeichnet. Gewöhnlich bleiben wir eben nicht in Vier Sterne Hotels sondern in billigeren Ferienhäusern und Raststätten. Ein echtes Vergnügen. Es hat wieder so viel Spaß gemacht, einige Tage mit meinen Malfreunden zu verbringen. Ich freue mich schon auf unsere Fahrt nach Kamouraska im September.
Freitag, 24. Februar 2012
Diese Woche war ich erstmals auf dem Eis des Ottawaflusses, um die Fischerhütten in der Nähe von Petrie Island zu malen. Das Wetter war fantastisch, aber ich war zu nervös, um mit meinem Auto aufs Eis zu fahren. Janis und ich beschlossen, lieber unser ganzes Zeug dorthin zu schleppen, als auf das Eis zu fahren. Immer wenn ich diese Strecke am Fluß entlang fahre, was praktisch täglich ist, muß ich nämlich noch immer an den Pickup im Wasser denken, unter dem ein Mann vor zwei Jahren den Tod fand, als die Eisdecke einbrach, während er eine der Fischerhütten an Land ziehen wollte.
Hélène fuhr mit ihrem Auto in das kleine „Hüttendorf“ . Dort traf sie einen Fischer, der auch malt. Er malte die Fischerhütten vor einigen Jahren. Später lud er uns drei zu sich in die Hütte ein. Ich war über die Größe und den Komfort der Hütte überrascht. Er hatte einen Holzofen, ein Sofa, Stühle und einen Tisch sowie sogar eine Toilette in dem Raum. Ich vermute, es ist sein Schlupfwinkel für den Winter. Das wäre sicherlich nichts für mich, aber es war interessant, diese Wintertradition mal aus der Nähe zu sehen.
Montag, 13. Februar 2012
Anfang Februar habe ich es endlich wieder in mein Studio geschafft. Ich beendete ein Bild unserer Straße, das ich als Demonstration für meine Schüler begonnen hatte. Es ist ein gutes Gefühl, nach einer Pause von einigen Monaten endlich wieder zu malen. In der Zwischenzeit hatte sich mein Studio in einen Abstellraum verwandelt, so daß ich erst einmal jede Menge ausmisten mußte, um meine Staffelei überhaupt erreichen zu können. Jetzt hoffe ich nur, daß ich es schaffen werde, alle zwei Tage etwa zwei Stunden zu malen. Ich möchte einige angefangene Bilder beenden und einige große Bilder von kleineren Bildern anfertigen, die mir besonders gut gefallen.
Mein Malkurs in der “Resurrection Lutheran Church” läuft gut. Die Schüler machen gute Fortschritte, und wir haben auf jeden Fall jede Menge Spaß. Im Moment bin ich auch gerade dabei, einen weiteren Workshop für Kinder zu organisieren.
Ich habe mich für die Frühlingsfahrt des “Plein Air Ensemble” angemeldet, die Ende März stattfindet. Meine Freundinnen Hélène, Janis und ich werden zusammen nach Ste. Adèle in Quebec fahren, was sicher sehr viel Spaß machen wird.
Hoffentlich werden wir zuvor noch einmal hier in Ottawa in der freien Natur malen, da ich seit Ende Oktober nicht mehr außerhalb meines Studios gemalt habe.
Meine zweite Reise mache ich dann wieder mit unserer KAM 7 Gruppe Anfang September nach Kamouraska.
Ich habe mich auch wieder für die “Glebe Fine Art Show” angemeldet, die am 22. und 23. September im “Glebe Community Centre” stattfindet.
Da ich wiederholt nach meinen Karten gefragt wurde, möchte ich hier auf
www.greetingcarduniverse.com/kerstinscardstore
hinweisen, wo eine große Anzahl meiner Bilder als Karten zum Verkauf stehen. Es gibt sogar die Möglichkeit, die Innenseite nach eigenen Wünschen zu gestalten. Falls Sie ein Karte eines speziellen Bildes suchen und im Sortiment nicht finden können, zögern Sie bitte nicht, sich mit mir in Verbindung zu setzen. Ich werde die Karte dann gerne für Sie erstellen.
23. Dezember 2011

FroheWeihnachten und ein gutes neues Jahr wünsche ich meiner ganzen Familie, meinen Freunden und Kunden. Vielen Dank für das Interesse an meiner Kunst und die Unterstützung. Das bedeutet mir sehr viel.
Kerstin
13. October 2011
Der heutige Regentag ist die perfekte Gelegenheit, administrative und Marketing Angelegenheiten in Angriff zu nehmen. Ich muß sagen, daß ich die letzten paar sonnigen Tage genossen habe. Am Dienstag kam unsere Gruppe von Malerfreunden endlich einmal wieder zum gemeinsamen Malen zusammen. Es war das erste Mal seit letztem Winter, und es war einfach schön, alle wiederzusehen. Wir hielten die schöne Helbstfärbung auf Petrie Island fest, einer kleinen Naturschutzinsel etwa 10 Autominuten von unserem Haus entfernt. An diesem Tag herrschte allerdings reges Treiben, da wohl jeder versuchte, die letzten warmen Tage dieses Jahres auszunutzen. Nachmittags trafen wir auch noch auf die Studenten eines Aquarellkurses, den eine unserer Bekannten in Orleans hält.
Meine Kunstkurse für Erwachsene haben Anfang Oktober begonnen. In diesem Herbst unterrichte ich eine Gruppe von Damen in unserer Kirche sowie eine Privatschülerin.
Im November biete ich einen Kindermalkurs an, in dem wir uns die verschiedenen Stile berühmter Künstler ansehen werden. Der Kurs findet im "Clarence-Rockland Arts and Culture Centre" statt.
Während ich dies schreibe, fällt mir auf, daß ich bisher noch nicht über die traurige Nachricht von der Schließung unserer "Galerie de la Rive" Ende September berichtet habe. Ich möchte mich bei meiner Familie, meinen Freunden und Kunden bedanken, die unsere Organisation und mich all diese Jahre unterstützt haben. Wir haben beschlossen, daß es an der Zeit ist, daß jeder seine Fühler in neue Richtungen ausstreckt. Ich wünsche allen meinen Mitstreitern viel Glück. Ich habe die Zusammenarbeit mit so vielen talentierten Künstlern sehr genossen, viel gelernt und einige sehr gute Freundeschaften geschlossen.
The KAM 7 Show in der "Atrium Gallery" in Ottawa, an der ich mit den Künstlern der Kamouraskareisen teilnahm, kam bei den Besuchern sehr gut an. Wir erhielten viel positives Feedbackin unserem Gästebuch, was sehr schön war.
Montag, 3. October 2011
Der heutige Tag begann mit Regen. Hélène, Janis und ich fuhren mit Deborah und Françoise zum Chemin Robinson, wo wir zwei Bilder malten. Allerdings mußten wir das zweite abbrechen, weil es stark zu regnen begann. John hatte sich uns zu diesem Zeitpunkt angeschlossen, während Françoise zum Mittagessen gefahren war. Um etwas zu trocknen, beschlossen wir in ein Café in Sutton zu gehen. Wir hatten gerade unsere Autos geparkt, als die Sonne hervorschaute.
Während die anderen in die Herberge zurückkehrten, sahen Janis und ich uns an und konnten der Versuchung nicht widerstehen, noch ein weiteres Bild zu beginnen. Wir entschieden uns für eine kleine Waldszene.
Es war mild genug, so daß wir ohne Jacke malen konnten, und wir sahen sogar ein Stückchen blauen Himmel. Wir waren zwar zu spät für die "Happy Hour" and die Presentation aller in den paar Tagen gemalten Werke, aber es war es wert.
Sonntag, 2. October 2011
Janis, Hélène and ich kamen Freitabnachmittag im sonnigen Sutton an, wo wir die restlichen Tielnehmer des "Plein Air Ensembles" in der Herberge Schweizer trafen. Obwohl dicke Regenwolken am Himmel hingen, als ich von zuhause abfuhr, war der Großteil des Fahrt durch die landschaftlich schöne Gegend sonnig. Nach unserer Ankunft machte ich sofort einen Spaziergang, um einen ersten Blick auf die Berge und die atemberaubenden Herbstfarben zu werfen. Eine gute Entscheidung, da es heute in Strömen regnete.
Samstagmorgen fuhren Hélène, Janis and ich durch die Gegend, um nach Plätzen Ausschau zu halten, die uns zum Malen inspirierten, aber wir schaften es gerade mal bis in den Nachbarort Duncan, bevor es zu schütten begann. Daher fuhren wir zunächst nach Sutton und wärmten uns in einem Café auf. Nachmittags gingen wir dann ins ßâ??lstudio und arbeiteten von Fotos. Ich begann ein Acrylbild von Spirit, einem Hund von Freunden.
Samstagabend stellten sich einige der Teilnehmer als Modell für Portraitzeichnen zur Verfügung. Es war herausfordernd, machte aber Spaß. Einige unserer talentierten Freunde begleiteten uns musikalisch.
Der heutige Tag begann ohne Regen, aber der Wetterbericht machte uns wenig Hoffnung auf einen regenfreien Tag. Hélène, Janis and ich beschlossen also keine Zeit zu verlieren und in der Nähe zu bleiben. Wir fuhren also von der Herberge aus nur den Hügeln hinauf. Allerdings hatten wir kaum unsere Sachen aufgebaut, als es schon wieder regnete. Zunächst malten wir unter Regenschirmen weiter, gingen dann aber erst einmal wieder Kaffee-/Teetrinken, als der Regen stärker und stärker wurde.
Den Nachmittag verbrachten wir dann wieder im studio, wo ich "Spirit" beendete und auch noch ein Sonnenuntergangbild fertig stellte -- ein produktiver Nachmittag.
Morgen ist unser letzter Tag zum Malen. Wir hoffen auf einen Tag ohne Regen. Wenn wir nicht die Sonne bei unserer Ankunft gesehen hätten, könnten wir fast meinen, daß die Sonne hier nie zu sehen ist.
25. September 2011
Die letzten beiden Tage nahm ich an der Glebe Fine Art Show im Glebe Community Centre in Ottawa teil. Welch ein fantastisches Gebäude! Früher befand sich darin eine Kirche.
Ich verkaufte Bilder und unterhielt mich angeregt mit vielen der Besucher. Jeder war so voll des Lobes im Hinblick auf die Werke, die wir ausstellten: die große Vielzahl and Medien, Stilrichtungen und Themen.
Ich konnte mich mit einigen Freundinnen austauschen und lernte viele neue Leute kennen. Sowohl die anderen Künstler als auch die Besucher waren äußerst freundlich. Ich werde mich sicherlich auch im nächsten Jahr anmelden.
Ein Dank an alle, die meinen Stand besuchten. Ich freue mich über die vielen positiven Kommentare.
Samstag, 17. September 2011
Ein weiterer schöner Tag -- nur schade, daß wir nach einer Woche malen jetzt wieder nach Hause fahren müssen. Ehrlich gesagt, bin ich aber bereit, wieder zu meiner normalern Routine zurückzukehren. Abgesehen von dem Tag, an dem ich kochte, malte ich jeden Tag von 9 Uhr bis 17 Uhr/17.30 Uhr .
Wir verabschiedeten uns von Anne und ihrem Mann, nachdem wir das traditionelle Gruppenbild gemacht und durch Annes ßÅ?berreste ihrer kleinen Boutique geforstet hatten, die sie für ein Jahr geschlossen hat, um ein Buch über Kamouraska zu illustrieren. Ich werde definitiv eine Kopie erstehen, wenn es erst einmal veröffentlicht ist.
Wir beschlossen einstimmig, im nächsten Jahr wiederzukommen. Es gibt noch so viel zu sehen. Da die Szenerie so schnell vor unseren Augen wechselt, können wir selbst zu Plätzen zurückkehren, die wir bereits gemalt haben, und ein Bild malen, das sich völlig von dem anderen unterscheidet.
Nachdem wir gerade noch die berühmte deutsche Bäckerei Niemand besucht haben, befinden wir uns nun auf dem Heimweg.
Freitag, 16. September 2011
Zuerst fuhren Hélène, Janis und ich zum Wasserfall westlich von St. Pascal. Wir fanden einen geschützten Platz, und die Sonne wärmte uns so auf, daß ich sogar meinen Mantel auszog. Nach einem Picknick mit gelegentlicher Spritzern vom Wasserfall, fuhren wir weiter nach St. Roch-des-Aulnaies, wo es so windig war, daß ich meine Leinwand mit einer Hand festhalten mußte, um sie daran zu hindern wegzufliegen. Ein wahrer Kraftakt! Heute benutzte ich das Malmesser für das Wasserfallgemälde und das zweite Werk in St. Roch.
Heute abend lud uns Maria ins Restaurant "La co-sette" ein. Welch ein schönes Ende einer großartigen Woche!
Anne, die Besitzerin des Ferienhauses, und ihr Mann gesellten sich zu uns, was besonders nett war, da wir in der Regel nicht die Zeit finden, uns miteinander zu unterhalten.
Später kamen die beiden dann zu uns herüber, um sich die große Anzahl unserer Werke anzusehen.
Donnerstag, 15. September 2011
Heute regnete es den ganzen Tag. Die Hälfte unserer Gruppe beschluß im Haus zu bleiben und im Studio zu arbeiten, während der Rest vom Auto aus malte. Das ist jedoch nichts für mich: Ich würde aus lauter Angst, Farbe zu verspritzen, ganz verklemmt sein.
Ich arbeitete also erneut am "Lansdowne" Gemälde und startete dann ein Bild vom Hund einer meiner Freundinnen. Es machte Spaß. Ich hatte seit letztem Herbst keine Tiere mehr gemalt.
Jetzt warten wir gespannt auf Bills berühmtes Essen: Spaghetti mit seiner ganz speziellen Tomatensoße, Salat und Unmengen von Nachtisch. Schon morgens war er bei der deutschen Bäckerei, wo es einfach köstliche Backwaren gibt. Zudem hat er Eiscreme und jede Menge Beeren gekauft. Im nächsten Jahr sollten wir ihn wirklich bitten, am Anfang der Woche zu kochen, da ich annehme, daß wir wieder jede Menge Reste haben werden.
Mittwoch, 14. September 2011
Ein weiterer wunderschöner Tag erwartete uns. Die Sonne schien bereits am frühen Morgen. Schließlich hat es am Abend und die Nacht hindurch ja genug geregnet.
Heute fuhren Janis, Hélène und ich nach St. Denis. Zuerst sahen wir uns ein neues Wohngebiet auf einem der Felshügel in der Nähe des Cap au Diable an. Der Blick über die Felder war einach fantastisch, aber wir wollten den Fluß malen, der von dort durch die Bäume kaum sichtbar war. Welche Schande, daß diese wunderschöne Landschaft für einige neue Häuser zerstört wird.
Wir schossen einige Fotos and bewegten uns dann westlich entlang des Ufers zu einem kleinen Park mit Blick auf Pointe St. Denis. Dort verbrachten wir den ganzen Tag. Obwohl die Sonne immer mal wieder hervorschaute, war es so kalt, daß ich zu Schal und Handschuhen griff. Ein Nachbar kam und machte Fotos von uns und einige Touristen aus Montreal besuchten uns ebenfalls. Ich stellte zwei Bilder fertig, bevor ich zum Haus zurück mußte, um das Abendessen zu kochen: Gemüsenudelauflauf gefolgt von Pfirsichpflaumenkompott und Sandkuchen.
13. September 2011
Heute morgen hatten wir einfach herrliches Wetter: Sonnenschein und Windstille. Janis and ich fuhren zu den Hügeln der Route Mississipi, wo wir die Aussicht auf die Felder bis hinunter zum Fluß malten -- ein Ort, den wir an unserem ersten Tag in Kamouraska entdeckt hatten.
Zur Mittagszeit fuhren wir nach St. Denis, aber leider holte uns der Regen ein. Daher fuhren wir zum Essen zum Haus zurück. Nachmittags kam die Sonne noch einmal hervor und ich malte direkt vom Vorgarten aus, da Janis heute an der Reihe war, das Abendessen zuzubereiten.
Als ich aber erneut von einem Regenschauer überrascht wurde, zog ich mich ins Studio zurück und arbeitete für anderthalb Stunden an meinem Lansdowne painting.
Jetzt ist es Zeit für "Happy Hour" und es riecht bereits wundervoll von der Küche. Wir unterhalten uns über unseren Tag, wo wir malten und welche interessanten Plätze wir auf dem Weg fanden.
12. September 2011
Unsere KAM 7 Gruppe ist wieder in Kamouraska. Wir kamen am Samstag bei warmem Wetter und Sonnenschein an. Janis and ich begaben uns sofort auf einen Spazieragn am Flußufer entlang.
Gestern war es ebenfalls sonnig und warm, aber der Wind machte es äußerst schwer, unsere Staffeleien aufzustellen. Wir brauchten zwei Stunden, bis wir eine Stelle fanden, wo wir etwas geschützt waren. Wir fanden schließlich eine Stelle, von der aus wir über ein Kürbisfeld hinweg bis zum St. Lawrencestrom blicken konnten.
Zum Mittagessen gingen wir zum Strandhaus zurück und verbrachten den Nachmittag im Garten, wo wir den wundervollen Blumengarten der Besitzerin malten. Es war eine Herausforderung, da der Wind noch weiter zunahm und die Leinwand immer wieder leicht von der Staffelei abhob.
Nachdem die ganze Nacht der Wind heulte, ist es auch jetzt noch extrem windig -- zu windig, um draußen zu malen. Allerdings soll der Wiind bis bis Mittag nachlassen. Hoffentlich!
Fürs Erste genoßen wir aber ein entspanntes Frühstück, während wir uns über die besten Plätze zum Malen, die wir bisher erkundschftet haben.
Als wir schließlich kurz nach 9 Uhr das Haus verließen, war es noch immer sehr windig und bewölkt. Hélène führte uns zum Cap Taché, wo wir zunächst das Flußpanorama und dann den Blick auf den Ort mit der Kirche malten.
Nachmittags führen Janis und ich weiter zu einem ders Monadnoks den Felshügeln, die die Landschaft Kamourakas bestimmen. Ich malte einige Felsen, die aus dem Wasser ragten, während ich die Wärme der Sonne genoß. Was ein herrlicher Tag!
Jetzt freuen wir uns auf das leckere Essen, das Hélène vorbereitet hat: Lasagne mit gemischtem Salat, Kastenkuchen und Birnenkompott.
Jeden Abend ist einer von uns an der Reihe, das Abendessen zu kochen. Wir hatten diese Woche bisher einen ausgezeichnetes Paleo Truthahm-Spinat-Gericht mit Kartoffeln, weißen und roten Rüben, gefolgt von einem Blaubeerkuchen, eine Tortière, ein traditioneller Hackfleischkuchen mit Salat, Früchten mit Mokkajoghurt und Schokoladensoße zum Nachtisch. Wir könnten nicht besser leben, wenn wir in ein Restaurant gingen.
Nach dem Essen wird dann gemeinsam die Küche aufgeräumt, bevor wir uns gemütlich zusammensetzen. Einige unter uns handarbeiten. Ich filze diesmal. Unsere Frühaufsteher haben jedoch Mühe, nicht schon vor 21 Uhr ins Bett zu gehen. Die frische Luft macht definitiv hungrig und schläfrig.
Juni 2011
Nachdem ich immer häufiger auch Zuschriften aus Deutschland bekommen habe, werde ich ab sofort meinen Blog auch ins Deutsche übersetzen.
Der Juni wird ein hektischer Monat, da ich nicht nur jede Menge persönliche Aktivitäten vor mir habe, sondern auch die Ausstellungseröffnung in der Galerie de la Rive, am 5. Juni 2011, die neue Ausstellung im Seniorenheim Queenswood Villa, die am 2. Juni beginnt und meine Teilnahme an der Ausstellung in der Promenade Arteast vom 30. Juni bis 23. August 2011 im Shenkman Arts Centre, 255 Centrum Blvd., Orléans.
Da meine Kinder den Sommer über zu Hause sind, ist der Juni zudem der letzte produktive Monat bis Anfang September. Daher möchte ich gerne noch einige Bilder fertig stellen, die nun schon seit einiger Zeit auf ihre Vollendung warten.
Im August werde ich zudem in der Galerie de la Rive einen Workshop für Kinder anbieten, nachdem mein Frühlingskurs allen Beteiligten so viel Spaß gemacht hat. Es war einfach toll, wie kreativ die Kinder waren.
Ich wünsche allen einen wundervollen Sommer.
Kerstin