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Kerstin Peters

It is all about art...

Archives German

13.September 2013

 

Heute war unser letzter Tag in Kamouraska. Die beiden vorherigen Tage war der Nebel so dicht, dass er alles um uns herum verschlang. Zeitweise konnte man noch nicht einmal die andere Straßenseite sehen.

 

Am Mittwoch blieben Janis, Deborah und ich im Haus. Ich hatte einige Bilder von früheren Trips für den obligatorischen Regentag eingepackt und konnte zwei davon fertig stellen. Zudem beendete ich das Bild, das den Ausblick auf St.-Pascal zeigt.

 

Abends servierte Sharon dann Hausmannskost bestehend aus einem Schweinebraten, Kartoffeln und Mais. Zum Nachtisch machte sie ein sündhaftes Dessert aus handgeschlagener Sahne, Marmelade und Ananasstücken.

 

Am Donnerstag regnete es wenigstens nicht, der Nebel war aber ebenso dicht wie am Vortag. Dennoch wollten Janis und ich nicht einen zweiten Tag im Haus verbringen und fuhren Richtung St.-Denis-sur-Mer. Allerdings war Nebel so dicht, das wir ins große unheimliche Nichts fuhren. Letztendlich malten wir im Park eine Wildrose. Mehr war einfach nicht zu sehen. Zudem drang die hohe Luftfeuchtigkeit uns in die Knochen. Wir fuhren weiter nach Rivière-Ouelle, aber als wir den Ort erreicht hatten, fing es auch noch an zu regnen. Also machten wir uns auf den Rückweg zum Haus. Da es nach dem Mittagessen nicht mehr regnete, trotzte ich der Kälte und ließ mich warm eingemummelt im Garten nieder, wo ich einen Ausschnitt des Hauses mit Eingangstür und Büschen malte. Da ich jederzeit zum Aufwärmen ins Haus gehen konnte, war das ein guter Kompromiss.

 

Deborah kochte zum Abendessen frischen Fisch, Kartoffeln, gelbe Bohnen und Caesar Salat. Zum Nachtisch gab es den traditionellen Sugar Pie (gedeckter Mürbeteigkuchen mit einer cremigen Karamellfüllung) mit Eiscreme.

 

Heute morgen sah es dann nach einem weiteren Nebeltag aus. Der Wetterbericht hatte auch erneut Regen angekündigt. Janis und ich wollten aber auf jeden Fall den Tag im Freien verbringen. Mutig schlugen wir unseren Weg also durch den Nebel. Zunächst fuhren wir über St.-Germain nach St.-Hélène und von dort weiter St.-Joseph-de-Kamouraska. Je höher wir die Monadnocks hinauffuhren, desto weniger wurde der Nebel. In St.-Joseph blinzelte sogar die Sonne durch. Unser Ziel war jedoch der Parc du Lac Morin. Dort war es zwar sehr idyllisch und auch nicht mehr neblig – sogar ein kleiner blauer Streifen erschien am Himmel – aber wir wollten lieber einen Blick auf den St. Lorenzstrom malen. Also fuhren wir den Monadnock wieder herunter. Allerdings kamen wir nicht zu weit, bevor eine dicke Nebelschicht uns wieder verschluckte.

 

Wir fuhren also wieder etwas bergan und bauten unsere Ausrüstung am Rande der Schnellstraße 230 auf. Dort war es zwar laut, aber wir hatten einen tollen Blick. Da sich der Nebel unter uns aufzulösen schien, fuhren wir danach erneut Richtung Fluss und genossen im Schutz der Felsen unseres besonders beliebten Monadnocks unser Mittagessen. Dann fuhren wir östlich bis zur Rue Beaulieu, wo es diesmal auch kaum windig war und begannen unser nächstes Bild. Nach zwei Stunden gab ich aber völlig genervt auf. Die Moskitos machten es einfach unmöglich, länger zu verweilen. Trotz Insektenspray schwirrte eine ganze Armee um mich herum, flog in Ohren, Nase und Augen. Ich habe so etwas noch nicht erlebt. Auf dem Rückweg zum Haus wunderte ich mich dann, dass ich immer wieder grüne Farbe an den Fingern hatte, obwohl ich mir die Hände gründlich gereinigt hatte. Später stellte ich dann fest, dass eines meiner Ohren völlig grün war. Ich muss wohl bei der Verteidigung gegen die Heerscharen mit dem Pinsel auch meine Ohren getroffen haben.

 

Trotz allem war es ein guter Tag. Die frische Luft hatte uns alle hungrig und müde gemacht. Da war Marias Essen genau das Richtige: Es gab vegetarische Spinatfrikadellen, Wildreis, gelbe Beete und gemischten Salat mit Speck und Pilzen. Zum Nachtisch hatten wir Madeleines mit Zitronenjogurt und Himbeeren.

 

Zum Abschluss schauten wir uns die 86 Werke dieser Woche an. Da wir uns in der Regel in drei Gruppen aufteilten, war es interessant zu sehen, wo jeder war und was er gemalt hatte. Jeder hat seinen eigenen Stil, und einige atemberaubende Bilder sind entstanden. Viele der Werke sind noch unvollendet, einige nur kleine Skizzen, aber alle geben sie die Vielfalt und Atmosphäre der Gegend wieder. Ich freue mich auf jeden Fall schon aufs nächste Mal.

 

11. September 2013

 

Als wir heute aufwachten, regnete es in Strömen. Die ganze Landschaft war in tiefen Nebel getaucht. Das gibt mir Gelegenheit, es langsam anzugehen und meinen Blog zu schreiben.

 

Als wir am Samstag in Kamouraska ankamen, regnete es. Das Wiedersehen mit unseren Freunden und Bills wundervolles Abendessen mit Rinderbraten, Gemüse, Salat und zum Nachtisch Apfelkuchen mit Vanilleeis ließen uns das schlechte Wetter vergessen.

 

Sonntagmorgen war es sonnig und mild. Janis und ich fuhren zunächst durch die Gegend bis zur Rue Beaulieu, wo es allerdings zu windig war. Dann fuhren wir zurück zu dem Monadnock, den wir auf unserem ersten Trip gefunden hatten. Dort malten wir geschützt von den Felsen in der warmen Sonne zwei Bilder. Am Flussufer entlang war der Wind aber ziemlich stark. Daher fuhren wir nachmittags zum Haus zurück und malten die Flusslandschaft von dort. Das war sehr praktisch, da ich an der Reihe war zu kochen. Ich kochte einen Nudelauflauf mit vielen verschiedenen Gemüsesorten und Apfelstrudel als Nachtisch, der ein großer Erfolg war. Am nächsten Morgen aß jeder die Reste des Strudels zum Frühstück.

 

Montag war ein weiterer windiger Tag mit Wind von 35km/h und Windböen. Dies ist unser fünfter Trip, aber wir haben noch nie solch einen Sturm erlebt, obwohl wir schon so manchen Sturm durchgestanden haben. Es ist schon öfter vorgekommen, dass wir alle vom Wind gerötete Wangen hatten. Janis und ich stellten uns aber dem Wind in den Feldern oberhalb von St.-Pascal. Wir waren dort bereits im letzten Jahr und der Blick auf St.-Pascal and Kamouraska ist einfach atemberaubend. Letztes Jahr malte ich den Blick Richtung Kamouraska, diesmal entschloss ich mich, St.-Pascal zu malen. Der Wind wurde jedoch stärker und stärker. Daher fuhren wir zum Haus zurück und gönnten uns zum Mittagessen eine heiße Tasse Tee, bevor wir zum Leuchtturm nach St.-André fuhren. Dort trafen wir auf Maria, Leslie, and Deborah, die die gleiche Idee hatten.

 

Als wir auf den Leuchtturm zugingen, kam uns Maria entgegen, die versuchte, ihr erstes Bild sicher zum Auto zu bringen. Welch ein Anblick! Sie kämpfte gegen den Wind, um das Bild nicht aus den Händen zu verlieren. Der Wind war so stark, dass der Leuchtturm mit uns fünf jedes Mal bebte, wenn eine neue Windböe kam, was in sehr kurzen Abständen passierte.

 

Da Janis an der Reihe war zu kochen, fuhren wir nachmittags zum Haus zurück. Sie machte ihr von uns allen geliebtes Gericht: Jambalaya, Salat und gebackenen Blaubeermehlpudding.

 

Gestern war es sonnig und weniger windig. Janis und ich fuhren zunächst nach St.-Denis-sur-Mer und malten dort die Flusslandschaft vom Chemin de la Grève aus. Ich malte den Blick Richtung Cap au Diable. Später am Morgen fuhren wir durch St.-Philippe-de-Neri nach St.-Pacôme. Dort fuhren wir auf den Skihügel und malten den wunderschönen Ausblick auf die Felder, die burgunderrot waren.

 

Nachmittags fuhren wir nach Mont-Carmel, aber der Himmel war so dunkelviolett, dass der Regen nur eine Frage der Zeit war. Wir fuhren über St.-Philippe-de-Néri zurück nach Kamouraska. Da es jedoch zu regnen begonnen und der Wind stärker geworden war, fuhren Janis und ich zum Kai und gingen von dort durch den Ort spazieren, bevor wir zum Haus zurückfuhren und von dort kleine Bilder der Flusslandschaft direkt vorm Haus am Fluss malten. Falls die Moskitos uns nicht so geärgert hätten, die uns trotz Mückenschutz nicht in Ruhe ließen, wäre es sehr friedlich gewesen. Dennoch genoss ich es.

 

Leslie servierte ein Hühnchengericht in Rahmsoße mit einem schönen Salat und zum Nachtisch Eiscreme mit Blaubeeren, die mit einem blau glänzenden Schokoladenguss überzogenen waren.

 

Nach dem Abendessen saßen wir wie immer zu einem gemütlichen Tratsch zusammen. Allerdings sind einige von uns so müde, dass sie Schwierigkeiten haben, überhaupt bis 21 Uhr wach zu bleiben. Der ganze Tag an der frischen Luft und mit dem Wind macht uns wirklich müde. Selbst ich gehe eine gute Stunde früher als gewöhnlich ins Bett. Auf der anderen Seite sind wir auch bereits vor 8:30 Uhr aus dem Haus. Es ist ein langer Tag zum Malen, und es ist einfach wundervoll.

 

 

7. September 2013

 

Es ist wieder soweit: Unsere KAM7 Gruppe trifft sich wieder in Kamouraska, um eine Woche zu malen und die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten zu genießen.

 

Heute morgen hat mich Janis abgeholt. Nachdem wir das Auto beladen hatten, sah es so aus, als würden wir zu einem vierwöchigen Urlaub aufbrechen. Das Auto ist bis zum Dach voll gepackt. Da wir ein Ferienhaus mieten, brauchen wir nicht nur unsere Malutensilien (einschließlich einer Vielzahl von Leinwänden – schließlich weiß man nicht, was einen inspirieren wird) und unsere Kleidung, sondern auch Essen. Da wir zudem nicht am Ende der Woche die Wäsche machen wollen, bringen wir auch noch Bettzeug und Handtücher mit. Ich bin nur froh, dass unsere Freundin Deborah unsere Einladung, zusammen in einem Auto zu fahren, nicht angenommen hat. Wir hätten niemals drei Leute im Auto unterbringen können, dabei handelt es sich sogar um einen Geländewagen.

 

Wir haben gerade Deborah getroffen und befinden uns jetzt auf dem Weg nach Montreal. Es ist bewölkt und damit der perfekte Tag zum Autofahren. Hoffentlich haben wir gutes Wetter in Kamouraska. Wir werden auf jeden Fall wieder viel Spaß zusammen haben.

 

 

 

5. August 2013

 

Heute war ich nach einer langen Pause erstmals wieder in meinem Studio. I muss zugeben, dass ich im Juni und Juli kaum gemalt habe. Es gab einfach zu viele andere Dinge, die mich in Anspruch genommen haben.

 

Am 8. und 9. Juni nahm ich zum ersten Mal an der „Navan Fine Arts Exhibition and Sale” teil. Es war eine wundervolle kleine Show. Die anderen Künstler haben mich sehr herzlich aufgenommen, jeder von uns arbeitete an den Vorbereitungen mit, um die Show erfolgreich zu machen, und die Besucher unterhielten sich lebhaft mit uns Künstlern. Mir gefiel die Raumaufteilung: Die Ausstellungsgitter befanden sich vor den Wänden und die Tische in der Mitte des Raumes, so dass der Ausstellungsbereich sehr offen wirkte. Ich verkaufte zwei Gemälde und eine Menge Karten.

 

Da eine große Vielzahl von Kunstwerken angeboten wurde, kaufte ich letztendlich auch einige Sachen für mich selbst. Ein wunderschöner Krug in Pastellfarben war mir gleich ins Auge gefallen. Lange Zeit fielen meine Blicke immer wieder darauf. Nachdem ich dann mein erstes Gemälde verkauft hatte, kaufte ich mir den Krug. Ich bin froh, dass ich ihn erstanden habe. Ich freue mich jedes Mal über seinen Anblick, wenn ich ihn sehe. Hoffentlich geht es den beiden Käufern meiner Bilder ebenso. Für mich ist das wichtiger als der eigentliche Verkauf.

 

Am 14. Juni war ich dann mit Mitgliedern von Arteast in Montréal. Zunächst sahen wir uns die Chihuly Ausstellung im „ Montréal Museum of Fine Arts” an: Welche Augenweide! Diese Ausstellung sollte man gesehen haben. Chihulys Glaskreationen sind unbeschreiblich in ihrer Formen- und Farbenvielfalt und in der Weise ihrer Anordnung. Man hat einfach das Bedürfnis, sie in Ruhe zu betrachten.

 

Nachmittags waren wir auf der FIMA (Festival International Montréal en Arts), der größten Freiluftgalerie Ostkanadas. Ich muss allerdings zugeben, dass ich enttäuscht war: Es wurde sehr viel surrealistische Kunst ausgestellt, die mir gar nicht liegt, und es waren weit weniger Künstler vor Ort als ich erwartet hatte.

 

In der folgenden Woche malte ich mit meiner Privatschülerin auf deren Grundstück am Ottawafluss. Das war eine ganz neue Erfahrung, da wir ihr Geländefahrzeug nahmen, um näher an den Fluss zu gelangen. Ich wünschte, jemand hätte uns zwei mit all unseren Malutensilien auf unserer Fahrt durchs Feld fotografiert. Wir hatten auf jeden Fall jede Menge Spaß. Leider war es in den folgenden Wochen so heiß, dass es einfach unmöglich war, draußen zu malen.

 

Der Juli ist normalerweise mein Ferienmonat, da wir eine Woche in ein Ferienhaus fahren. Obwohl die ganze Familie und zwei Freunde meiner Kinder dort waren, gelang es mir, eine kleine Ölskizze zu malen. Als Vorlage diente mir ein Foto, das ich von meiner Tochter und ihrer Freundin während ihrer Tanzshow gemacht hatte. Beide tragen ihr Ballettkostüm und warten ungeduldig auf ihren nächsten Auftritt. Während ich malte, arbeiteten die beiden an einer Choreografie für einen neuen Tanz. Das inspirierte mich noch mehr.

 

In der ersten Juliwoche hatten wir die Maler im Haus, so dass ich den Rest des Monats damit verbrachte, alles wieder an seinen Ort zu räumen. Allerdings war es all die Arbeit auf jeden Fall wert. Endlich haben wir Farbe im Haus: ein leuchtendes Grün im Wohnzimmer, kräftiges Orange im Flur und ein helles Gelb in der Küche. Farben haben einfach so einen großen Einfluss darauf, wie man sich fühlt. Ich finde unser Haus jetzt viel schöner. Und ich war nicht die einzige: Selbst die konservativen Familienmitglieder, die eigentlich lieber bei weißen oder naturweißen Wänden bleiben wollten, waren begeistert. Ebenso die Maler, die sich freuten, endlich einmal eine kräftige Farbe zu streichen. Als ich sie später fragte, was denn die gewagteste Farbe gewesen sei, die sie jemals gestrichen hätten, sagten sie mir, dass es wohl das Orange gewesen sei. Die meisten Leute würden einfach nur Grau- oder Beigetöne wählen.

 

So, nun ist es aber Zeit, mal wieder Farbe auf die Leinwände aufzutragen. Ich habe vor ein paar Wochen ein paar ziemlich große bestellt. Also werde ich mich jetzt wohl besser einmal in mein Studio begeben.

 

Ich wünsche Ihnen allen noch einen schönen Rest vom Sommer.

 

 

 

4. Juni 2013

 

Der Mai war ein aufregender Monat für mich. Meine Freundin Janis und ich gingen auch in diesem Jahr wieder zum Tulpenfest nach Ottawa, wo wir ein weiteres Tulpenbild malten. Diese Blumen haben einfach etwas an sich, was jeden anzieht. Vielleicht ist es das Versprechen des Frühlings und der wärmeren Temperaturen, das man mit ihnen verbindet. Wir waren auf jeden Fall nicht die einzigen im Park am Dow's Lake. Allerdings waren wir die einzigen, die malten – und so ebenfalls jede Menge Leute anzogen. Alle waren sehr beeindruckt und voll des Lobes. Einige machen sogar Fotos von uns.

 

Am „Victoria Day”(der Gedenktag an den Geburtstag der Königin Victoria, in diesem Jahr der 20. Mai) kamen Janis und Hélène zu unserem Ferienhaus, um mit mir die Whitewater Region zu malen. Sie kamen am Nachmittag an und wir beschlossen, dass schöne Wetter zu nutzen und gleich zu malen. Wir gingen zur Spitze von Presqu'ile und malten den Ottawafluss, bis der Wind mächtig wehte und es ziemlich kalt wurde.

 

Skizze vom 1. Tag

 

Am nächsten Tag hatten wir Pläne mit unserem Freund Bill gemacht, um ihn in Eganville an den Bonnechere Höhlen zu treffen. Der Tag begann jedoch nicht so gut: Es regnete immer wieder, und ein großes Regensystem war im Anzug. Als wir jedoch in Eganville ankamen, regnete es gerade nicht. Wir machten also einen kurzen Gang am Bonnechere Fluss entlang und packten dann unsere Malsachen aus. Obwohl es ein ziemlich dunkler Tag war, war die Umgebung atemberaubend schön. Wir schafften es auch tatsächlich, bis zum Mittagessen im Trocken zu bleiben, aber dann schüttete es wie aus vollen Kübeln. Der Regen hielt bis in die Nacht an. Wir packten in Windeseile unsere Sachen und sahen uns zunächst Bills neues Studio und Haus an. Da wir in diesem schrecklichen Wetter nichts mehr draußen unternehmen konnten, machten wir einen Ausflug nach Renfrew, wo wir bei „Tracy's“ - Bills Lieblingseisdiele - Eis aßen. Bill hatte uns nicht zu viel versprochen: Das Eis war wirklich hervorragend. Auf dem Weg führte Bill uns durch so viele malerische Gegenden, dass wir uns kaum satt sehen konnten. Hier gibt es noch viel zu erforschen und zu malen.

 

Am Mittwoch war das Wetter etwas besser. Bill kam daher in unsere Ferienanlage und wir malten morgens ein Sumpfgebiet. Mittags konnten wir sogar auf der Terrasse essen. Nachmittags fuhren wir dann zur „Black Chute”, einer riesigen Stromschnelle, wo wir aus nächster Nähe sehen konnten, wie hoch das Wasser des Ottawa Flusses in diesem Frühjahr ist. Als der starke Regen dann zurückkehrte, fuhren wir zurück zum Ferienhaus und genossen einige Diskussionen über das Leben als Künstler und ein gutes gemeinsames Essen.

 

Donnerstag war unser letzter Tag – ein weiter Tag mit Schauern. Bill kam erneut vorbei, und wir entschlossen, noch einmal zum Gebiet um die „Black Chute“ zu gehen. Einer der Anbieter von Wildwasserfahrten hat dort nämlich eine Hütte, wo wir beim Malen etwas Schutz suchen konnten. Der Wind war bitterlich kalt, und die Temperaturen fielen kontinuierlich. Ich war froh, dass ich meinen Wintermantel trug. Um die Mittagszeit hatte ich selbst die Handschuhe hervorgekramt. Die Aussicht war allerdings fantastisch. Die Wellen waren riesig. Es war faszinierend zu sehen, wie einige Wildwassersportler sich durch die Wellen treiben ließen. Das ist auf jeden Fall nichts für mich!

 

Am 28. Mai hängte ich meine Soloshow im Restaurant Lunasole in Orleans auf. Der Besitzer, Farhad Khan, hat netterweise eine Wand den Mitgliedern von Arteast zur Verfügung gestellt, so dass sie ihre Bilder ausstellen können. Es war schön zu sehen, wie begeistert die Angestellten waren, als ich meine Bilder brachte, die jetzt noch bis zum 25. Juni dort hängen werden.

 

Bild und Information zur Ausstellung

 

 

Nur wenige Tage später, am 2. Juni, war die Ausstellungseröffnung der Arteast Show „Cumberland Museum – En Plein Air”, die im Shenkman Arts Centre entlang der „Promenade Arteast“ Wand hängt. Die Saat wurde dafür bereits am 24. August 2012 gelegt, als einige Arteast Mitglieder zum „Cumberland Heritage Village Museum“ gingen , um sich dort vom Leben in einem ländlichen Ort in den Jahren zwischen 1920s und 1930 inspirieren zu lassen. Dort konnten wir die alten Häuser, die Gärten, die Tiere und die wundervollen Freiwilligen in der Kleidung der damaligen Zeit malen. Die Ausstellung läuft noch bis zum 23. Juli 2013. Besonders gefreut hate ich mich, dass eines meiner Bilder für die Einladung verwendet wurde (zweites von rechts).

 

Ausstellungseinladung

 

Diese Woche bereite ich mich jetzt auf die „Navan Fine Arts Exhibition and Sale“ vor, die am Wochenende im Curling Club von Navan stattfindet. Ich nehme erstmals an dieser Show teil. Ich freue mich allerdings schon sehr darauf, da sie in unserer Nachbarschaft stattfindet, die Schule meiner Tochter, die „ Heritage Public School“, ebenfalls beteiligt ist, und die anderen Künstler mich sehr freundlich aufgenommen haben. Jeder hat hart mitgearbeitet, damit alles rund läuft und hat bei verschiedenen Arbeiten angefasst. Ich habe z. B. eins der Werbeschilder gemalt. Es wird sicherlich eine gute Veranstaltung.

 

30. April 2013

 

Letzten Donnerstag war die Ausstellungseröffnung der Show „Sieben künstlerische Visionen“ in der Wall Space Gallery in Orleans. Nicht nur die Besucher, sondern auch wir Künstler sahen die Ausstellung zu diesem Zeitpunkt zum ersten Mal, weil wir am Aufhängen der Bilder nicht beteiligt waren. Ein großer Dank gebührt daher dem Wall Space Team, das die Sache wirklich hervorragend gemeistert hat. Wir hatten jede Menge Gäste, und alle haben sich gut vergnügt. Ich möchte mich besonders bei meiner Familie und meinen Freunden sowie den vielen Mitgliedern der Resurrection Lutheran Church für ihre fortwährende Unterstützung bedanken.

 

Ein besonderer Moment war für mich die Bitte eines Gastes um ein Autogramm. Welche Ehre!

 

Vier meiner Bilder sind derzeit in der Galerie. Eins von ihnen, „Cold Sunny Day“ sollte eigentlich gar nicht an der Ausstellung teilnehmen. Ich hatte es für die Ottawa Art Association Spring Awards Show (Die drei besten Bilder je Kategorie werden mit Preisen ausgezeichnet.) fertig gestellt. Leider musste ich am Abend vor der Abgabe beim Einrahmen feststellen, dass mein Bild nicht 20”x24”, sondern 20”x26” groß war und damit keine Standardgröße hatte. Daher konnte ich also auch nicht einfach einen größeren Rahmen kaufen.

 

Zunächst war ich total enttäuscht und geriet in Panik, aber dann beendete ich das Bild “Fall Splendor” an dem Abend und reichte es am nächsten Tag beim Ottawa Little Theatre ein, wo die Ottawa Art Association Shows stattfinden. “Cold Sunny Day” brachte ich hingegen zu Wall Space, wo es einen wunderschönen maßgefertigten Rahmen erhielt.

 

Zwar habe ich bei der Ottawa Art Association Show keine Auszeichnung, dafür aber einige Komplimente für mein Bild bekommen.

 

Die Wall Space Ausstellung läuft noch bis zum 11. Mai 2013. Die Bilder der Ottawa Art Association Award Show kann man sich noch bis zum 24. Mai 2013 im Ottawa Little Theatre ansehen.

 

 

 

26. Februar 2013

 

Bevor ich einige Zeit eine Malpause einlege, um meine Familie und Freunde in Deutschland zu besuchen, möchte ich doch gerne mitteilen, was ich die letzten beiden Monate gemacht habe.

 

Im Januar habe ich viele Stunden an einem Portrait eines alten Mannes mit einer Pfeife gearbeitet. Es war eine Auftragsarbeit. Als Vorlage diente eine Zeichnung. Das Projekt entpuppte sich jedoch als schwieriger als erwartet. Bisher hatte ich nur Portraits von Familienmitgliedern gemacht. Diesmal malte ich jedoch eine Person, die ich nie getroffen und von der ich auch noch nicht einmal ein Foto gesehen hatte. Während ich malte, wurde mir bereits bewusst, dass ich nicht genügend Informationen über die Person hatte, so dass ich improvisieren musste. Zum Beispiel genügte es für die Skizze, nur den Kopf und die Hand mit der Pfeife darzustellen. Auf meiner Leinwand wirkte das jedoch unvollständig. Also musste ich mir den Körper eines anderen Mannes „borgen“, um das Gemälde zu beenden. Letztendlich habe ich ein gutes Portrait erstellt, aber leider nicht so, wie sich mein Kunde das erwartet hatte. Im Nachhinein hätte ich von Anfang an erkennen müssen, dass mein Gemälde eine Interpretation der Interpretation eines anderen Künstlers sein würde, was sehr kniffelig ist, besonders da ein Portrait an sich schon eine große Herausforderung ist.

 

Bei einem Landschaftsbild hat man doch eine ganze Menge mehr Freiheiten. Niemand wird die Äste eines Baums zählen oder überhaupt feststellen, wenn man die Größe eines Berges verändert. Man malt den Eindruck, den die Landschaft auf einen hinterlässt. Bei einem Portrait kann jedoch schon eine kleine Abweichung einer Linie oder eines Schattens einen großen Unterschied machen.

 

Außerdem ist die Beurteilung des Aussehen einer Person auch sehr subjektiv. Wenn ich mit meiner Tochter unterwegs bin, kann es sein, dass eine Person uns sagt, dass wir uns wie aus dem Gesicht geschnitten sind, während die nächste Person die Ähnlichkeit mit ihrem Vater betont. Da mein Mann und ich uns aber überhaupt nicht ähnlich sehen, ist dies ziemlich unmöglich.

 

Im Februar beendete ich ein Gemälde, das ich im Dezember während eines Monet Workshops begonnen hatte. Es war eine Herausforderung, da ich in der Regel mit den dunklen Tönen beginne und dann die helleren Farben auftrage. Die meisten impressionistischen Maler benutzen aber eher eine helle Palette. Die Farben werden in kurzen Pinselstrichen nebeneinander gesetzt und das optische Vermischen findet im Auge des Betrachters statt. Ich brauchte einige Zeit, die kleinen Pinselstriche und die hellen Farben erfolgreich einzusetzen. Ich musste einige Bereiche mehrfach überarbeiten, da ich immer wieder in die Falle der dunklen Töne tappte.

 


 

 

 

 

Letztes Wochenende besuchte ich einen Emily Carr Workshop – erneut mit einer meiner Lieblingslehrerinnen, Andrea Mossop. Die Herausforderung bestand diesmal im Mischen von vielen verschiedenen Grüntönen und der Darstellung von Bewegung.

 

Es ist interessant, wie die verschiedenen berühmten Maler ihre Umwelt gesehen haben und wie sie sich auf der Leinwand ausdrückten. Von jedem Workshop nehme ich etwas mit, was ich in meine Malweise integriere. Für mich geht es nicht darum wie Monet oder Carr zu malen, sondern meinen eigenen Stil weiterzuentwickeln und mehr über den jeweiligen Künstler zu erfahren.

 

Ab 1. März werde ich drei meiner Gemälde in dem netten kleinen Café Joel in Rockland ausstellen, wo sie einen Monat hängen werden

 

Bis zum Frühling

 

Kerstin

 

 

 

20. Dezember 2012

 

 

 

Meiner Familie, meinen Freunden, Kunden und Besuchern meiner Website wünsche ich frohe Weihnachten und alles Gute für das neue Jahr.


2013 war ein sehr gutes Jahr für mich. Die beiden Reisen nach Ste. Adele im März und Kamouraska im September sorgten für reichlich Anregungen. Ich nahm an doppelt so vielen Shows wie im Jahr zuvor teil und beendete das Jahr mit einer Einzelausstellung in der Bücherei von Blackburn Hamlet (Stadtteil von Ottawa).


Allen, die an Karten oder Drucken von meinen Bildern interessiert sind, kann ich mitteilen, dass ich mein Kartensortiment auf der Website von „Greeting Card Universe” vergrößert habe und mich zudem „Fine Art America” angeschlossen habe, einer der Hauptabsatzplätze im Online-Bereich von Kunstdrucken, gerahmten Drucken, Drucken auf Leinwand, als Poster, Acryl- und Metalldrucken sowie Karten.


Ich war in der glücklichen Lage, einige wundervolle Studenten unterrichten zu können. Wir hatten sehr viel Spaß zusammen, und ich bin stolz auf ihre Fortschritte.


Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich in diesem Jahr unterstützt haben. Natürlich ist es der Wunsch, Bilder zu verkaufen, aber es ist dennoch wirklich wichtig von Familie, Freunden, anderen Malern und den Besuchern der Ausstellungen Feedback zu bekommen. Ich freue mich stets, wenn der Anblick meiner Tierportraits vielen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert oder meine Bilder zu einem Gespräch anregen.


Sicherlich wird auch das Jahr 2013 wieder aufregend werden. Es sind einige Projekte in der Planung, über die ich Anfang des nächsten Jahres sprechen werde.


Kerstin





7. November 2012


Im September und Oktober hatte ich sehr viel zu tun. Am 22. und 23. September nahm ich an der „Glebe Fine Art Show” teil, die sich wieder über einen Besucherzuwachs freuen konnte. Mein schönster Moment war das Kompliment einer Kundin vom letzten Jahr, die mir versicherte, dass sie sich an meinem Hasenbild nach wie vor jeden Tag erfreuen würde. Der kleine Hase blicke noch genauso lebendig drein wie beim Kauf.


Zwei Wochen später nahm ich an der „West Carleton Arts Society's Expressions of Art Exhibition” in Carp teil. Dies war meine erst Ausstellung westlich von Ottawa. Es war eine sehr gute Erfahrung. Ich traf viele interessante Leute. Da es eine Zentralkasse gab, mussten die Künstler nicht die ganze Zeit an ihrem Stand verbringen und hatten so die Möglichkeit, die anderen Werke zu betrachten und die anderen Künstler kennen zu lernen. Eine sehr einladende Atmosphäre.


Obwohl es sehr viel Arbeit bedeutet, eine Show vorzubereiten, genieße ich es doch, mich mit den Besuchern unterhalten zu können und ihre Reaktionen auf meine Bilder zu sehen. Daher freue ich mich schon auf eine Teilnahme im nächsten Jahr.


Am Wochenende des 24. und 25. Novembers werde ich erstmals an einer Weihnachtsausstellung teilnehmen: Watson's Mill's Annual Christmas Market and Fine Art Sale, 5525 Dickinson Street, Manotick. Dies ist endlich eine Chance, alle meine Winterbilder zu zeigen. Ich bin mir natürlich bewusst, dass die Bilder gewöhnlich das ganze Jahr über an der Wand hängen, aber es ist dennoch seltsam sie während einer Frühlings- oder Herbstshow zu zeigen.


Am 20. Oktober leitete ich zwei Workshops mit dem Thema „Erforschen Sie Ihre Kreativität durch Malen“ auf der „You Deserve It Women's Day Conference” in Orléans. Es war eine neue und aufregende Erfahrung. Jede der Teilnehmerinnen hatte so viel Spaß, ganz gleich, ob sie das erste Mal einen Pinsel in der Hand hielten oder schon gemalt hatten.


Bitte klicken Sie hier, um sich die fertigen Bilder anzusehen.




Die Kamouraska Reise der KAM 7 Gruppe vom 8. bis 15. September 2012



8. September 2012



Meine Freundin Janis und ich sind auf unserem Weg nach Kamouraska, wo wir eine Woche zusammen mit unseren Freunden der KAM 7 Gruppe malen werden. Wir können die atemberaubende Landschaft in uns aufnehmen und hoffentlich die Schönheit auf der Leinwand verewigen.


Der August war ein sehr erfolgreicher Monat für mich, da ich einige Bilder verkaufte und einen guten Morgen auf dem Markt in Cumberland verbrachte, wo am 25. August “Art in the Park” (Art im Park) stattfand. Es war schwer, so früh aufzustehen, um alles bis zum Beginn des Marktes um 8Uhr aufgebaut zu haben. Mein Sohn war mir da eine große Hilfe. Es war jedoch großartig, mit so vielen Leuten zu sprechen, die sich für Kunst interessieren und so viele Komplimente für meine Bilder zu erhalten.


Am letzten Augusttag fuhren Janis und ich zur Galerie Old Chelsea, um unsere Bilder, die dort ausgestellt waren, abzuholen, da die Galerie im Oktober umziehen wird und dann nur noch Werke ihrer Teilhaber zeigen wird. Es war traurig, einen weiteren Ausstellungsort für meine Bilder zu verlieren. Ich möchte mich aber bei allen Teilhabern der Galerie Old Chelsea bedanken, die es jahrelang für mich und andere Künstler möglich gemacht haben, unsere Werke in ihrer urigen Galerie zu zeigen. Ich wünsche ihnen Glück für ihre Zukunft.


Die letzten Tage war ich damit beschäftigt, Bilder für meine nächsten Ausstellungen auszuwählen und zu verpacken. Morgen werden einige meiner Bilder im Besprechungszimmer des Glebe Community Centers aufgehängt, wo sie bis zum 30. September 2012 hängen werden.


Einige meiner Bilder werden in einem Schaufenster der „Ottawa School of Art” vom 18 September bis 12. November 2012 ausgestellt.


Ich habe mich ebenfalls für die Arteast Juried Award Exhibition (Juroren werden die Bilder bewerten und dann Preise für die ersten drei jeder Kategorie verteilen) angemeldet, die im St. Lawrence Complex, die vom 30. September bis 29. November stattfindet.



9. September 2012


Wir sind gut in Kamouraska angekommen. Obwohl ich für das erste Abendessen verantwortlich war, gingen Janis und ich erst einmal spazieren, um unsere Glieder nach dieser langen Fahrt zu strecken.Ich bin froh, dass wir es gemacht haben, denn wir hatten gerade mit dem Essen angefangen, als das Unwetter, das unsere Abfahrt von Cumberland um etwa eine halbe Stunde verzögerte, Kamouraska erreichte. Der Wind war unglaublich und der Regen hämmerte gegen die Scheiben und auf das Dach nieder.


Zum Abendessen machte ich Lachs mit Ahornsirup, Senfsoße, kleinen Kartoffeln und Salat. Zum Nachtisch gab es Schokoladenkuchen aus schwarzen Bohnen mit Himbeeren.


Heute war unser erster Tag zum Malen. Die Sonne schien, aber der Wind war unglaublich. Janis und ich begannen den Tag mit einem Spaziergang auf der Avenue Le Blanc am Fluss entlang. Danach fuhren wir zum Leuchtturm nach St. André im „Parc de l’Ancien-Quai (Park am alten Kai), wo wir im Leuchtturm malten. Sharon und Bill kamen gerade, also wir zu Mittag essen wollten. Am Nachmittag fuhren wir zur „Route Beaulieu”, sahen jedoch ein, dass es zu windig war, um unsere Staffelei am Ufer aufzustellen. Stattdessen fuhren wir in die Felder und malten ein Feld mit Heuballen.


Heute Abend hat Leslie gekocht: Hähnchenschenkel mit köstlichen Nudeln und Gemüse. Salat und als Nachtisch Früchte auf einem Biskuitboden mit Sahne und Schokoladensoße.



Montag, 10. September 2012


Die Sonne schien fast den ganzen Tag. Da wir morgens wenig Wind hatten, fuhren Janis und ich einen Monadnock (Hügel) hoch und malten die Aussicht auf Felder, Monadnocks und den St. Lorenzstrom. Es war eine Stelle, die viele großartige Aussichten bot, so dass ich mir sicher war, dass Janis zwei Bilder in Angriff nehmen konnte, während ich ein großes malte. Am frühen Nachmittag fuhren wir zu „unserem“ Monadnock, den wir vor Jahren entdeckt hatten. Mittlerweile baut jemand darauf ein Haus, aber die Aussicht ist nach wie vor spektakulär. Obwohl der Wind wieder an Stärke zugenommen hatte, entschlossen wir uns, eine Wasserszene zu malen. Da ich vom Morgen ziemlich erschöpft war, nahm ich mir nur eine kleine Szene vor: der in der Sonne Gold glitzernde Fluss - so Gold wie einige der Felder der Gegend.


Da sowohl Janis als auch ich nach dem zeitigen Start des Tages erschöpft waren, fuhren wir bereits gegen 16 Uhr zum Haus zurück. Nach einigen Jahren weiß man einfach, wann es genug ist. Da noch vier Tage vor uns liegen, müssen wir unsere Energie gut einteilen.



Samstag, 15. September 2012


Wir befinden uns auf dem Heimweg. Eine fantastische Woche liegt hinter uns, obwohl der starke Wind uns oft herausforderte. Allerdings war es so warm wie nie. Wir verbrachten zwei Tage in Sommerkleidung, wobei die Temperaturen am Donnerstag 27 Grad Celsius erreichten.


Am Dienstag fuhren Hélène, Janis und ich Richtung St. Denis, als wir auf der „Route Lauzier” eine Stelle fanden, die einen wundervollen Blick auf die Felder bis hin zum St. Lorenzstrom bot. Hélène war sich sicher, dass es sich um eine ruhige Nebenstraße handelte und wollte ihre Sachen direkt in der Mitte der Straße aufbauen, musste jedoch sehr schnell zum Straßenrand wechseln, als uns eine ganze Menge Verkehr begegnete. Richtig an die Nerven ging uns jedoch nur ein junger Kerl auf seinem Motorrad, der die Straße auf und ab fuhr und sich regelrecht freute, wenn er uns in Staub hüllte.


Nachmittags fuhren wir durch St. Denis-sur-Mer nach Rivière-Ouelle, wo wir uns jedoch schwer taten, einen Parkplatz für zwei Autos zu finden. Letztendlich malten wir die hereinkommende Flut.


Sharon stellte sicher, dass wir wieder zu Kräften kamen, indem sie uns ein kräftiges Mahl servierte: Schinken, Kartoffelgratin, Mais und rote Beete sowie einen Nachtisch aus Bananen, Marmelade. Schlagsahne und Cointreau.



Am Mittwoch fuhren Hélène, Janis und ich nach St. Pascal, wo wir in einen kleinen Feldweg von der Route Belanger abbogen und den Aussicht vor uns malten. Ich konzentrierte mich auf Kamouraska, Janis und Hélène malten zuerst die Aussicht auf St. Pascal, bevor sie ebenfalls den Blick auf Kamouraska richteten, während mein Interesse einer Scheune galt, vor der sich riesige Felsen türmten.


Janis und ich fuhren bereits gegen 14.30 Uhr wieder zum Haus. Da das Wetter einfach herrlich war, machten wir einen langen Spaziergang durch Kamouraska, wobei wir die vielen schönen alten Häuser bewunderten.


Hélène hatte Chili mit Salat vorbereitet und servierte uns Eiscreme und ein Erdbeer-Himbeerkompott als Dessert.



Am Donnerstag blieben Hélène, Janis und ich in der Nähe des Ferienhauses. Wir fuhren bis zum Ende der Avenue Le Blanc, wo wir das Flussufer bei Ebbe malten. Später fuhren wir Richtung St. André zu „unserem“ Monadnock, der sich am „Mineral Beach” (Mineralstrand) befindet, wie wir gestern erfuhren.. Wir bewunderten das sich im Bau befindliche Hause auf der Spitze des Hügels. Was für eine tolle Aussicht! Hélène blieb auf dem Monadnock und male ein Aquarell, während Janis und ich wieder hinunter gingen und dort das Flusspanorama malten, während wir einigen Schwimmern zusahen.. Einer der Schwimmer machte danach noch Dehnungs- und Yogaübungen am Strand, was reichlich ablenkte. Später sahen wir dann noch zwei Männer mit Yogamatte den Hügel hinauf gehen. Da wir vor einigen Jahren herausgefunden haben, dass dieser Monadnock ein beliebter Treffpunkt für schwule Männer ist, fragten wir uns schon, welche Art Yoga die beiden wohl ausüben würden. Wir warteten nicht darauf, es herauszufinden. Janis war an der Reihe zu kochen. Sie servierte uns scharfe Jambalaya, Salat und Blaubeerkuchen mit Zitronenjogurt.



Freitagmorgen war es warm ,und wir hatten Ebbe. Hélène, Janis und ich fuhren erneut zum Monadnock am Mineralstrand.. Janis und Helene wollten die Felsen malen, während ich mich für die Aussicht Richtung Kamouraska entschied. Während ich malte, kam eine Gruppe Wissenschaftler, um Erdproben zu entnehmen. Wir hatten sie bereits am Tag zuvor gesehen.


Zunächst hatte Janis nach dem ersten Bild genug vom Malen. Da sie stets wesentlich schneller malt als ich, muss sie in der Regel auf mich warten. Sie beschloss daher, einen Spaziergang um den Monadnock zu machen. Hélène machte ein Nickerchen im Auto.


Nach dem Spaziergang fühlte sich Janis zu neuen Taten imstande. Wir fuhren also nach St. Denis zu einem kleinen Park am St. Lorenzstrom. Janis malte zwei kleine Bilder, während Hélène und ich jeweils eins schafften.


Zurück im Haus betrachteten wir unsere insgesamt 85 Gemälde und waren erneut mit dem Geschaffenen zufrieden. Die meisten Bilder sind nicht beendet, nicht alle haben das Potential, Preise zu gewinnen, aber sie zeigen wie divers das Gebiet ist und unsere Art, die Landschaft in unseren Bildern festzuhalten.


Wie in jedem Jahr, kam auch diesmal unsere Vermieterin Anne mit ihrem Mann Gilles zur Begutachtung unserer Werke der vergangenen Woche. Diesmal brachte sie die Malerin Magda und deren Mann mit, die alle bis auf Janis und mich bereits während der ersten Reise nach Kamouraska kennengelernt hatten, als wir noch nicht mit von der Partie waren.


Am frühen Abend war bereits der Oberst vorbeigekommen, den Leslie vor Jahren kennen gelernt hatte, als sie in der Nähe seines Hauses in St. Denis malte. Seitdem hat er keine unserer kleinen Ausstellungen verpasst.


Bill, der letzte Koch der Woche, servierte eine Käseplatte, sein traditionelles Spaghettigericht mit Salat und frischem Brot von der Bäckerei. Als Nachtisch präsentierte er uns eine KAM 7 Anzahl verschiedener Eiscremesorten mit frischen gemischten Beeren.


Zurückblickend kann ich sagen, dass wir hart gearbeitet, gut gegessen und die Gemeinschaft genossen haben und dabei jede Menge Spaß zusammen hatten. Wir haben bereits beschlossen, im nächsten Jahr zurückzukehren.



1. August 2012


Ich hoffe, Sie hatten bisher einen großartigen Sommer. Kaum zu glauben, dass es schon August ist. Da meine Kinder mittlerweile älter sind, habe ich jetzt mehr Zeit, während der Schulferien zu malen.


Endlich habe ich das Portrait unseres schönen Golden Retrievers Candy fertig gestellt. Da ich jetzt zumindest ein Gemälde jedes unserer Hunde gemalt habe, ist es Zeit Miko, unseren Kater, zu malen. Vermutlich jedoch eher ein Projekt für den Winter, da ich noch einiges für die kommenden Shows vorbereiten muss.


Ich habe viele neue Karten auf der Website von Greeting Cards Universe erstellt. Einige Karten werde ich für die Shows bestellen, aber Sie können auch jederzeit selbst Karten online bestellen. Einige sind ohne Text, andere haben einen Text, den Sie aber jederzeit nach Ihren eigenen Vorstellungen abändern können. Bitte gehen Sie zur Ansicht der Karten und zum Bestellen zu Back to top

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